Der Kaltfolienauftrag erfolgt über zwei konventionelle Druckwerke auf der Heidelberg Speedmaster CD 102.
Schritt 1: Im ersten Druckwerk wird Kleber über das Offsetfarbwerk und eine Offsetdruckplatte aufgetragen - entweder über den gesamten Bogen oder partiell.
Schritt 2: Das zweite Werk verfügt über Aufnahme- und Abrollwerke zum Auftragen der Folie. Diese wird zusammen mit dem Bogen im Druckspalt zwischen Gummituch und Druckzylinder durchgeführt und dann auf die mit Kleber versehenen Stellen des Bedruckstoffes gepresst.
Schritt 3: Die Trägerfolie wird abgezogen. Die Metallschicht bleibt an den Stellen haften, auf die Kleber aufgetragen wurde. Mit äußerst präzisen Resultaten: Sowohl dünne Linien als auch Vollflächen lassen sich in einem Durchgang auftragen.
Wie entstehen verschiedene metallische Töne?
Nach dem Bedrucken mit Kaltfolie kann diese zusätzlich mit den Skalenfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black überdruckt werden.
Durch das Überdrucken der Kaltfolie mit verschiedenen Anteilen der Skalenfarben entstehen andere metallische Farbtöne.
Beispiel: 100 % Folie + 20 % Magenta + 100 % Yellow ergeben einen satten, sehr stark glänzenden Goldton.
Natürlich sind auch Kaltfolien in anderen Farbtönen grundsätzlich erhältlich – Hologramme, Goldfolie und viele andere. Würde man diese wiederum mit den Skalenfarben überdrucken, erhält man eine scheinbar unendliche Vielfalt an Effekten und Farbnuancen.
Datenhandling Die Daten für den Kaltfoliendruck werden wie die Daten einer zusätzlichen Druckfarbe behandelt. Natürlich erfolgt eine Maskierung der Bereiche, die mit Kaltfolie gedruckt werden sollen.
Es können sehr feine Details herausgearbeitet und gedruckt werden.